non-existent
Deutsch von Lydia Nagel
Inszenierung: Dariusch Yazdkhasti nach einem Konzept von Fabian Thon
Mutter, Tochter, Großmutter – drei Generationen sitzen beim Abendessen. Dann klopft es. Alle erstarren. Wer könnte das sein? Worum geht es? Haben sie den Müll richtig getrennt? Das ist hier ja eine ernste Sache. Doch vor der Tür steht nur der Nachbar – mit einer freundlichen Begrüßung, einem Topf Katzengras und einer Katze namens Tschechov. Der eigene Kater leidet an posttraumatischer Belastungsstörung. Die Tochter kann den Schulalltag kaum ertragen und imaginiert sich lieber zusammen mit dem Vater an die Front. Die Mutter will die ukrainische Wohnung renovieren lassen – wann, wenn nicht jetzt? Und die Großmutter sieht plötzlich ihren verstorbenen Ehemann und spürt die Lücke der fehlenden Heimat besonders.
Sie alle versuchen, sich ein neues Leben fern der ukrainischen Heimat aufzubauen. Doch wo bleibt Platz für das, was war? Für den Mann, den Vater, den Sohn, die zurückgeblieben sind? Für Erinnerungen, für Hoffnungen, für Zukunft?
non-existent erzählt vom Exil – voller Ernst, voller Witz, oft beides gleichzeitig. Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn, irgendwo dazwischen das Leben.
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